
Haar-Mineral-Analyse für Frauen
Hormone sind Boten. Mineralien schreiben die Nachricht.
PMS, Zyklusschmerzen, ein Kinderwunsch, der auf sich warten lässt, Hitzewallungen und Nächte ohne Schlaf – vieles, was Frauen als Schicksal hinnehmen, hat eine biochemische Seite. Hormone werden aus Bausteinen aufgebaut, transportiert und abgebaut, und an fast jeder Stelle sind Mineralien beteiligt.1 Deshalb schaue ich nicht nur auf deine Hormone, sondern auf das, was sie steuert. Ich habe aufgehört, den Satz „Das ist bei Frauen halt so“ zu akzeptieren.
Kupfer und Östrogen gehen Hand in Hand: Steigt das eine, steigt oft das andere. Die Pille hebt den Kupferspiegel im Blut messbar an2 – bei der Kupferspirale sehe ich in meinen Analysen oft dasselbe Bild. Und wo Kupfer steigt, wird Zink als Gegenspieler knapp. Das kann aussehen wie ein reines Hormonproblem: Reizbarkeit und Tränen vor der Periode, Brustspannen, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, ein Zyklus, der macht, was er will. In der Analyse lese ich das Verhältnis von Zink zu Kupfer und die Reserven deiner Nebennieren – und daran, ob dein Zyklus Unterstützung braucht und welche. Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei3 und wird in Studien mit weniger PMS-Beschwerden in Verbindung gebracht4, für Zink gibt es ähnliche Hinweise.5 Kein Mineral allein ist die Antwort – aber das richtige Verhältnis kann genau das sein, was dir bisher gefehlt hat.
Ein Körper, der sich sicher fühlt, lässt Leben zu. Dauerstress sendet das Gegenteil: Die Stressachse drosselt die Fortpflanzungsachse – biologisch sinnvoll, für den Kinderwunsch bitter.6 In der Analyse zeigt sich das an den Nebennieren-Verhältnissen und am Stoffwechseltempo, oft lange bevor ein Zyklus unregelmäßig wird. Dazu kommen die Bausteine selbst: Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion bei7, Eisen zur normalen Bildung roter Blutkörperchen8 – und beides ist bei Frauen häufig knapp. Und weil ein Kind von zwei Menschen kommt: Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei9 – dein Partner darf gern mittesten. Als Mutter von zwei Kindern weiß ich, wie viel Hoffnung in dieser Frage steckt und wie wenig einem gesagt wird, was man selbst tun kann. Ich bin der Meinung, dass ein Kinderwunsch die beste Zeit ist, den eigenen Speicher zu kennen – für dich und für den Start deines Kindes.10
Die Wechseljahre sind kein Defekt, sondern ein Umbau. Wenn die Eierstöcke ihre Hormonproduktion herunterfahren, übernehmen Nebennieren und Fettgewebe einen Teil davon11 – und Nebennieren, die schon Jahre auf Reserve laufen, haben dafür wenig übrig. Die Frauen, die mit Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und Stimmungstiefs zu mir kommen, haben in meiner Erfahrung oft eines gemeinsam: Sie waren lange vorher erschöpft. Genau das zeigt die Analyse – Natrium zu Magnesium für die Nebennieren, Calcium zu Magnesium für Blutzucker und Nervensystem, Calcium zu Kalium für die Schilddrüse, die im Umbau oft mitgerissen wird. Und weil die Knochen ab jetzt Aufmerksamkeit brauchen: Calcium und Magnesium werden für die Erhaltung normaler Knochen benötigt12 – aber nur im richtigen Verhältnis, sonst kann Calcium im Gewebe landen statt im Knochen. Ich bin der Meinung: Wer seinen Speicher kennt, geht anders durch diese Jahre – nicht gegen den Umbau, sondern mit ihm.
So arbeite ich mit Frauen
Mein Fragebogen fragt nach Zyklus, Verhütung, Schwangerschaften und Stillzeit, weil jede Phase ihre eigene Chemie hat. Deine Werte lese ich im Kontext dieser Phase – dieselben Zahlen bedeuten mit 25 etwas anderes als mit 50. Dein Empfehlungsschreiben passt sich ihr an: Ernährung, Lifestyle und Supplemente, die zu deinem Zyklus oder deinem Umbau passen, nicht zu einem Durchschnitt. Und wenn es sinnvoll ist, ergänze ich die Haar-Mineral-Analyse um weitere Tests, zum Beispiel für die Schilddrüse.
- 1Verordnung (EU) Nr. 432/2012, zugelassene gesundheitsbezogene Angaben: Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei; Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei; Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
- 2Babić, Ž., et al. (2013). Relevance of serum copper elevation induced by oral contraceptives: a meta-analysis. Contraception, 87(6), 790–800.
- 3Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei (ID 245, 246).
- 4Fathizadeh, N., et al. (2010). Evaluating the effect of magnesium and magnesium plus vitamin B6 supplement on the severity of premenstrual syndrome. Iranian Journal of Nursing and Midwifery Research, 15(Suppl 1), 401–405; Facchinetti, F., et al. (1991). Oral magnesium successfully relieves premenstrual mood changes. Obstetrics & Gynecology, 78(2), 177–181.
- 5Siahbazi, S., et al. (2017). Effect of zinc sulfate supplementation on premenstrual syndrome and health-related quality of life: Clinical randomized controlled trial. Journal of Obstetrics and Gynaecology Research, 43(5), 887–894.
- 6Chrousos, G. P. (2009). Stress and disorders of the stress system. Nature Reviews Endocrinology, 5(7), 374–381.
- 7Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei (ID 297, 301).
- 8Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei (ID 249, 1622).
- 9Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei.
- 10Rísová, V. (2019). The pathway of lead through the mother’s body to the child. Interdisciplinary Toxicology, 12(1), 1–6; World Health Organization (2024). Lead poisoning – Fact sheet.
- 11Simpson, E. R. (2003). Sources of estrogen and their importance. Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 86(3–5), 225–230.
- 12Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt; Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.